Augen-Blicke

Liebe Leute,

Willkommen auf meiner Website!

Ich bin Marie-F., ein Augen-Mensch, und immer noch neugierig auf Entdeckungen.

Seit Januar 2019 teile ich mit Euch meine Leidenschaft für Details, Farben, Formen und Strukturen in der Natur, in der Architektur und im Wasser – alles, was man bei flüchtiger Betrachtung gerne übersieht. Ich halte sie fotografisch fest und so manches wird durch ein Gemälde, zu dem ich mich inspiriert fühlte, noch deutlicher und sichtbarer.

Wer die Augen öffnet und die nötige Ruhe und Muße mitbringt, entdeckt die vielen verborgenen Schönheiten, die es überall gibt. Ganz besonders natürlich auf Reisen:

Aufgrund meiner familiären Bindungen war und bin ich häufig in Frankreich unterwegs. Viele Augenblicke habe ich gesammelt, auch in Spanien, die Ihr nun im Archiv (unter anderem mit alten Frankreich-Bildern) entdecken könnt.

Ganz besonders reizt mich nach wie vor „La France Profonde“, mit seinen authentischen Menschen und der Vielfalt an architektonischen Details wie zum Beispiel Türen und Tore oder Aushängeschilder.

Da ich mittlerweile 75 Jahre zähle und auch aufgrund meiner Sprunggelenksfraktur und trotz einer Lendenwirbelsäulen-OP nicht mehr so gut zu Fuß bin, empfinde ich umso größere Dankbarkeit, dass ich die großen Reisen nach Kanada und Südamerika durchführen konnte (immer allein unterwegs – das bestärkt den Fokus auf die Augenblicke).

Auch die Schiffsreise nach Norwegen 2022, über Hamburg bis zum Nordkap hat mich sehr beeindruckt, was in einer Vielzahl von Gemälden seinen Niederschlag gefunden hat. Im Herbst 2023 ging es ins belgische Wallonien, ein völlig anderes Land mit einem ganz anderen Charme.

Im Juni 2024 war ich zum ersten Mal in meinem Leben in Portugal, an der Algarve, wo mich die Farbenpracht der Felsen (!) an den Stränden, die üppigen Blumen und die schneeweißen Häuser fasziniert haben. Von Portugal möchte ich noch mehr sehen und entdecken. Ich hoffe, fit genug zu bleiben, um weitere Reisen – wie ich sie verstehe – unternehmen zu können. Sehnsuchtsziele gibt es noch genug…

Ein Ziel, das ich schon seit Jahren gerne besucht hätte, habe ich im September 2024 endlich erreicht, den majestätischen Mont Aiguille im südlichen Vercors. Folgen Sie doch einfach meinem „Roadtrip in Südfrankreich„!

Aber es gibt immer noch ein erstes Mal, selbst mit 75! So hatte ich im Mai-Juni 2025 das Glück, mit einer lieben anglophonen (!) Freundin einen Roadtrip durch Schottland machen zu können.

14 Tage lang sind wir zuerst in Edinburgh, dann quer durch die Highlands auf die Isle of Skye, über Loch Ness und Inverness, den Aberdeenshire Coastal Trail entlang, im Speyside, in Aberdeen und Balmoral herumgestromert. Viele grandiose Burgen, die ausführliche Bekanntschaft mit Whisky, gefühlt mehr Schafe und Lämmchen als Menschen und wunderbar herbe Landschaften haben bleibende Eindrücke hinterlassen.

Noch eine persönliche Bemerkung zum Schluss:

Schaut man sich das kriegerische Geschehen in der Welt (Ukraine, Gaza usw.) und das unheilvolle Wirken der Autokraten (von Putin bis Trump und alle anderen) an, könnte man wegen des Ohnmachtsgefühls verzweifeln. Mir hilft die intensive Beschäftigung mit Schönheit, das alles besser zu ertragen.

In diesem Sinn wünsche ich Euch viel Freude an meinen Bildern!

Marie-Françoise Straub
Marie-Françoise Straub

Bienvenu sur mon blog! Je m’appelle Marie-Françoise et je vous invite à me suivre dans ma quête de motifs insolites, beaux, curieux ou émouvants. D’abord je pars à la chasse avec mon appareil photo et souvent le motif devient ensuite tableau. J’adore souligner par la peinture ce qui m’avait frappée dans un motif, que ce soit une couleur, une forme ou une ambiance particulière. J’adore voyager seule – c’est surtout dans ces moments-là que je trouve le temps et le calme nécessaires pour dénicher les motifs qui m’intéressent: Les paysages et ses hommes. En France surtout, en Europe, mais aussi au Canada et en Amérique latine. En principe, ce blog se renouvelle au gré de mes voyages. En avril 2022 j’ai enfin pu refaire un voyage, après avoir surmonté les sequelles d’une fracture de ma cheville gauche et après tous les vaccins contre le covid bien sûr. Et comme mon pied n’est pas encore capable de faire de vraies randonnées, j’ai décidé de partir en bateau pour la première fois de ma vie. Direction Norvège – jusqu’au Cap Nord et même jusqu’à Honningsvåg, le port de pêche le plus au nord du monde. Le bateau „MS Otto Sverdrup“ a une taille humaine, ainsi il a pu se faufiler entre les mille et une îles et îlots et accoster à des endroits où aucun grand bateau de croisière ne peut aller. Quels paysages grandioses et un air incroyablement limpide! Je vous souhaite du plaisir à me suivre dans cette beauté!

Holà estimados visitantes de mí blog! Que se diviertan con mis impresiones sobre todo de Barcelona y Lanzarote! Tengo la esperanza de visitar otras regiones de España… quizàs en octubre. Vamos a ver…

 

Austellungen

 

„Bretagne – Nouvelle France“

Speyer – Kulturtage Mai 2011

„Linsenblicke“

Bruchsal – Schlachthof Oktober/November 2011

„Moments Captés“

Ottersheim bei Landau – „Quetschkommod“ April/Mai 2012

Gemäldeausstellung zum Thema „Meer“

Trier – Café/Restaurant „Zur Steipe“ 2019

Gemäldeaustellung zum Thema „Wilde Landschaften“ – Patagonien, Kanada, Norwegen und mehr

Trier – Café/Restaurant „Zur Steipe“ 14. Juli 2022 bis 18. Januar 2023

Gemälde- und Bilderaustellung zum Thema „UNTERWEGS“

Trier – Deutsche Richterakademie 16. April bis 25. Juni 2026

 

Resonanz

Liebe Gäste,
und vor allem: liebe Marie-F,

wer heute hier ist, hat vermutlich schon gemerkt:
Das ist keine Ausstellung, durch die man im Vorbeigehen huscht und dann sagt: „Ja, schön.“
Dafür sind diese Bilder viel zu still, viel zu genau – und ehrlich gesagt auch viel zu klug.
Sie drängen sich nicht auf.
Sie rufen nicht: „Schau her!“
Sie tun etwas viel Raffinierteres:
Sie warten, bis wir wirklich hinschauen.

Und das ist vielleicht schon das Erste, was man über Marie-F sagen muss:
Sie malt nicht für den schnellen Effekt. Sie malt nicht für den lauten Applaus. Sie malt für den zweiten Blick.
Für den Blick, der bleibt…. […]

Diese Künstlerin malt nicht einfach Landschaften oder Stimmungen.
Sie malt Aufmerksamkeit.
Sie malt das, was wir im Alltag so gern übersehen.

Es gibt Künstlerinnen und Künstler, die suchen das Spektakel:
die große Geste, das Drama, die Explosion, das „Wow“ auf den ersten Blick.

Marie-F jedoch interessiert etwas anderes: das leise Schöne.
Ein Lichtstreifen.
Ein Wolkenschatten.
Eine Wasserfläche.
Ein Wintermoment.
Dinge, die man leicht übersieht….
[…]

Marie-F nimmt das Unscheinbare ernst. Und das ist etwas sehr Besonderes.
Denn sobald jemand das Unspektakuläre mit Hingabe anschaut, passiert etwas Merkwürdiges:
Es wird plötzlich groß.
Es bekommt Würde.
Es tritt aus dem Hintergrund heraus und sagt leise:
„Ich war die ganze Zeit schon da.“
[…]

Die Fotografie war für sie eine Schule des Sehens:
Was ist ein Bild?
Wo verläuft eine Linie?
Was macht das Licht?
Wann beginnt eine Stimmung?

Und die Malerei war dann der nächste Schritt –langsamer, körperlicher, unmittelbarer.
Ein Foto kann einen Moment festhalten.
Ein Gemälde muss man sich erarbeiten.
Schicht für Schicht.
Entscheidung für Entscheidung.

Und genau das spürt man in ihren Bildern:
nicht nur das Motiv, sondern auch die Zeit, die darin lebt.

Marie-F ist Autodidaktin. […]

Farbe ist Entscheidung.
Farbe ist Stimmung.
Farbe ist Übersetzung.

Und da sind wir bei einem wunderbaren anderen Detail ihrer Biografie angekommen:
Marie-F ist nämlich Diplom-Übersetzerin.
Das passt fast zu gut, um Zufall zu sein.
Denn eine gute Übersetzerin kopiert nicht.
Sie überträgt.
Sie sucht den richtigen Ton, die richtige Nuance, die Zwischentöne.
Sie hört darauf, was mitschwingt.
Und genau das tut Marie-F auch in ihrer Kunst.
Sie übersetzt Licht in Farbe.
Stimmung in Fläche.
Erfahrung in Bild.
Und manchmal auch ein kleines Staunen in etwas, das bleibt.
[…]

Und so ist Kunst bei Marie-F kein spätes Hobby nach dem Motto:
„Jetzt habe ich mal Zeit, jetzt male ich eben ein bisschen.“
Nein.
Es ist ein konsequenter Weg.
Ein Weg aus Erfahrung, Disziplin, Offenheit, Geduld und Freude.
Und das spürt man.
[…]

Wenn ich ihre Arbeit in wenigen Sätzen beschreiben müsste,
dann würde ich folgendes sagen:
Sie macht sichtbar, was leicht übersehen wird.
Nicht mit Lärm, sondern mit Klarheit.
Nicht mit Pose, sondern mit Haltung.
Nicht mit Hast, sondern mit Aufmerksamkeit.
Und sie erinnert uns daran, dass Schönheit nicht selten ist.
Wir sind nur oft zu beschäftigt, um sie zu bemerken.

Auszüge aus der Laudatio von Roland Herrmann (Cercle artistique de Luxembourg) über Marie-Fs Ausstellung vom 16. April bis zum 25. Juni 2026 in der Trierer Richter-Akademie (Titel: „UNTERWEGS“)