Nach 4 Jahren mal wieder einen richtigen Roadtrip machen: Das ist mir im September 2024 endlich gelungen. Zwar „nur“ in Frankreich und auch „nur“ 18 Tage, aber 2569 km sind es dann doch geworden. Zur Erinnerung: 2010 und 2014 hatte ich meine Roadtrips durch Kanada. Und 2020 meinen großen Roadtrip durch den Süden von Lateinamerika. Auch dort konnte ich die einen oder anderen „Augen-Blicke“ festhalten.
„Nur wer umherschweift, findet neue Wege“
(Norwegisches Sprichwort)






Von Trier über Paray-le-Monial ins Département Aveyron, wo sich Fuchs und Has‘ „Gute Nacht“ sagen. Das heißt, es liegt abseits der großen Touristenrouten und man muss wirklich hin wollen. Hübsche Städtchen, viele Burgen, wilde Flüsschen, relativ hügeliges, abwechslungsreiches Land, das auf kleinen Sträßchen entdeckt werden will.










„Die besten Geschichten entstehen nicht am Ziel, sondern auf dem Weg dorthin“
UNBEKANNT
Danach ein Abstecher ans Mittelmeer – über den Viaduc de Millau, dem Meisterwerk des Architekten Norman Foster – nach Sète, einer sonnendurchfluteten Stadt zwischen dem Etang de Thau und dem offenen Meer, die von ihrem Hafen, dem Fischfang und der Muschel- und Austernzucht geprägt ist.







Szenenwechsel: von Montélimar aus hinein ins wilde Département Drôme: viele Schluchten, jede Menge Pässe (bis zu 1450 m Höhe), Kurven ohne Ende, Lavendelfelder (im September natürlich längst abgeerntet), bis zu seiner Majestät, dem Mont Aiguille (2087 m Höhe) – einer außergewöhnlich eindrucksvollen Felsnadel. In dieser ursprünglichen, dünn besiedelten Landschaft habe ich zwei angenehme Wanderungen (auf meinem Niveau) machen können – allein auf weiter Flur! Zwei wunderbare Tage.




In Chamaloc konnte ich die nördlichste Lavendeldistillerie Frankreichs besichtigen. Das ganze „Werksgelände“ duftete, und natürlich habe ich ein Fläschchen von diesem euphorisierenden Wässerchen erstanden.
Weiter ging die Fahrt über die Hauts Plateaux du Vercors, durch die spektakuläre Schlucht der Bourne (sehr enge Straße – bei Gegenverkehr ist erstmal manövrieren nötig) nach Pont-en-Royans, dessen Häuser an den Felsen über der Bourne festzukleben scheinen. Hier ein kurzer Eindruck von der Schlucht:




Der Abschluss des Roadtrips führte mich zurück in die „Zivilisation“, nach Lyon, einer in jeder Beziehung sehenswerten Großstadt. Aber das ist eine andere Geschichte.
„Eine lange Reise hört nicht am Ziel auf, ein Stück von uns wird im Geist immer weiterreisen“
Andreas Bechstein
